„Proteinzufuhr erhöhen“, „mehr Eiweiß essen“, „achten Sie auf ausreichend Proteine in Ihrer Ernährung“, „bekommt man von zu viel Eiweiß Gicht?“. Proteine und Eiweiße sind immer wieder Thema aktueller Berichterstattungen und Ernährungsempfehlungen. So mancher mag sich fragen: Heißen sie nun Proteine oder Eiweiß? Und wo liegt überhaupt der Unterschied? Oder gibt es gar keinen?
Die kurze, charmante Antwort lautet: Beides ist richtig und beschreibt dasselbe – und der Name ist am Ende völlig egal.
Die lange (und interessante) Antwort: Der Begriff „Eiweiß“ für Protein stammt aus der deutschen Naturwissenschaft des 18./19. Jahrhunderts – und hat tatsächlich mit dem Hühnerei zu tun. Aber nicht nur.
Warum heißt Protein im Deutschen „Ei-weiß“?
Weil die ersten entdeckten Proteine im Eiklar gefunden wurden. Als frühe Chemiker (z.B. Berzelius, Mulder) Stoffe untersucht haben, fanden sie im klaren, weißen Teil des Eis einen Stoff, der beim Erhitzen gerinnt und eine besondere Struktur hat.
Dieser Stoff wurde „Ei-weiß“ genannt: das klare im Ei, das beim Kochen weiß wird. Später stellte man fest, dass dieses „Eiweiß“ im chemischen Sinne ein Protein ist – genauer gesagt Albumin
Eiweiß wurde zum Oberbegriff für alle Proteine
Die Chemiker erkannten, dass auch im Fleisch, in Milch, in Pflanzen und im Blut ähnliche Stoffe vorkommen, die alle die gleiche Grundstruktur (Aminosäuren) besitzen. Da das Eiweiß aus dem Ei das erste beschriebene und charakterisierte war, benutzte man den Begriff „Eiweißstoff“ = Protein. Später wurde daraus im Alltag schlicht „Eiweiß“ = Protein insgesamt.
Der wissenschaftliche Begriff „Protein“ kam später
Das Wort „Protein“ wurde erst später geprägt (ebenfalls von Berzelius) und ist abgeleitet vom griechischen proteios, was so viel bedeutet wie „das Erste, das Wichtigste“. Weil Proteine fundamental für das Leben sind. Heute wird der Begriff „Protein“ international verwendet für jegliche Eiweißstrukturen (Aminosäuren), die in der Natur vorkommen.
Proteine sind in sehr vielen Lebensmitteln enthalten – und sie sind tatsächlich der wichtigste Makronährstoff, wenn es um Gesundheit, Regeneration und Körperfunktionen geht.
Warum Proteine so wichtig sind
Proteine sind Baustoffe des Körpers. Ohne sie sind zahlreiche Körperfunktionen gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich:
- Muskelaufbau und Muskelerhalt
- Hormonsysnthese
- Enzymproduktion
- Zellreparatur
- Gehirnfunktionen
- Starkes Immunsystem
- Stabile Sättigung (kein Heißhunger)
- Stabile Blutzuckerwerte
- Regeneration auf Zellebene
Kurz gesagt: Ohne ausreichend Protein funktioniert der Mensch nicht. Ohne Protein funktioniert Longevity nicht.
Wie viel Protein braucht der Mensch?
Eine alltagstaugliche Formel zur Berechnung deines täglichen Proteinbedarfs lautet:
1,5 – 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht
Die genaue Empfehlung richtet sich danach, ob du Sportler bzw. ein sehr aktiver Mensch bist, nach deinem Alter (für Menschen ab 45 Jahren ist Protein noch wichtiger, weil der Körper zunehmend anabole Reize benötigt, um die Muskulatur zu erhalten), ob du schwanger bist und ob du stark übergewichtig bist.
Wie du Protein ganz leicht in deine Mahlzeiten einbaust
Protein muss nicht kompliziert sein. Hier sind einfache, sofort umsetzbare Ideen für dich:
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Frühstück
- Griechischer Joghurt + Beeren + Nüsse
- Protein-Pancakes
- Rührei / Omelette
- Quark / Skyr mit Haferflocken + Obst oder etwas Honig
- Protein-Shake + Beeren
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Mittagessen
- Hähnchen- / Lachs- / Tofu-Bowl
- Vollkornnudeln (Linsennudeln haben weniger Kohlenhydrate und mehr Protein) + Linsenbolognese
- Bunter Salat mit Thunfisch, Feta, gekochtem Ei oder Kichererbsen
- Reis + Edamame + Ei
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Abendessen
- Lachsfilet + Gemüse
- Omelette + Spinat / Pilze
- Chili sin Carne (Bohnen + Linsen = Proteinpower)
- Garnelenpfanne
- Hähnchen + Mandelbrokkoli
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Snacks
- Protein-Shake
- Handvoll Mandeln
- Hüttenkäse
- Edamame
- Hartgekochtes Ei
- Protein-Booster für jedes Gericht
- 1-2 Esslöffel Hanfsamen über den Salat
- Hummus als Dip
- Extra Tofu / Tempeh / Hähnchenbrust / Lachs in Gemüsegerichten
- Naturjoghurt als Beilage statt Sahnesoße
Fazit: Protein ist einfach – und essenziell
Ob du es Eiweiß oder Protein nennst, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass du genug davon isst, um deinen Körper optimal zu unterstützen. Denn Proteine entscheiden darüber, ob du
- stark bleibst
- dich gut regenerierst
- heißhunger reduzierst
- gesunde Körpersubstanz aufbaust
- ein starkes Immunsystem hast
- langfristig leistungsfähig bleibst
Proteine sind dein Schlüssel zu Kraft, Regeneration und langfristiger Gesundheit. Ein gut versorgter Körper fühlt sich anders an. Stabiler, leichter, belastbarer. Proteine sind ein wesentlicher Schritt dahin. Im Longevity Personal Training begleite ich dich genau auf diesem Weg – hin zu mehr Energie, längerer Healthspan und mehr Qualität in deinen Lebensjahren. Longevity with a smile.
